Moritz Liewerscheidt

Experimenteller Film

Im toten Park

„Am Anfang stand eine handfeste Sprachkrise. Alle mündlichen oder schriftlichen Äußerungen kamen schnatternd daher wie Wettergespräche, Reklamesprüche, Comicblasen. Man konnte sie höhnisch zitieren oder wütend durcheinanderwirbeln und hatte dann fast schon Rohstoffgedichte. Ideal erschien ein Satz, an dem ein achselzuckendes „Na und?“ abrutschen würde, aber den schien es nicht zu geben…”
– Dieter Liewerscheidt, Vormittags an der Macht (1982)

BRDAusgehend von der Einzelbiographie eines Lyrikers in der westdeutschen Provinz erzählt der Essayfilm „Im toten Park“ eine kleine Kulturgeschichte der alten Bundesrepublik. Der Film ist – nach einem Wort Gottfried Benns – orangenförmig gebaut. Er besteht aus mehreren Kurzfilmen, die sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt gruppieren. Eine Annäherung an eine ferngerückte Epoche.

Gedichte: Dieter Liewerscheidt
Soundtrack: Julian Flemming & Ramco, Econore
Kamera, Montage, Drehbuch, Regie: Moritz Liewerscheidt
Produktion: Silberstein Produktion

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