Moritz Liewerscheidt

Experimenteller Film

Andere Gärten

Ein Requiem der Großstadt.

BachSW„Andere Gärten – Das ABC des Florian Schenkel“ ist ein experimenteller Dokumentarfilm (36 Minuten).

Endstation Hermannstraße: In der Tonspur sind frei improvisierte Assoziationen zu verschiedenen Begriffen zu hören, die Thomas Glatz dem Künstler Florian Schenkel hinwirft. In den Filmbildern von Moritz Liewerscheidt bleibt der Protagonist jedoch abwesend, nur sein Zimmer und seine nähere Wohnumgebung in Berlin-Neukölln sind zu sehen. Wer ist dieser Florian Schenkel?
Das filmische Denkmal des unbekannten Künstlers, Trinkers und Drameladenherstellers ist zugleich ein Portrait Neuköllns. Ein assoziativer Parforceritt zwischen Späti und Hasenheide.

Screenings

28.02.2016: München, Kafe Kunst Fest 2016 (Premiere)
23.04.2016: München, iRRland
23.-24.06.2017: Berlin, Schloss Neuschweinsteiger
25.06.2017: Berlin, Laidak
26.10.2017: Berlin, Valentin Stüberl
08.11.2017: Stuttgart, Kunstverein Oberwelt
18.-29.12.2017: Berlin, „Neuköllner Eckkneipentour“
19.01.2018: München, Atelier Caveau
25.01.2018: München, Kiste
15.02.2018: Berlin, Ludwig – The Fluid Gallery
22.02.2018: Düsseldorf, Butze
03.03.2018: Berlin, Horse
21.-24.06.2018: Berlin, Reflektor (48 Stunden Neukölln)

2.-17.12.2018: Berlin, „Nachts ist’s kälter als draußen“-Tour 2018 mit Bernd Volkert & Gästen

Trailer

Improvisation: Florian Schenkel
Fragen und Ton: Thomas Glatz
Bilder und Montage: Moritz Liewerscheidt
Produktion: Schenkel – Glatz – Liewerscheidt, 2015

 

Die Süddeutsche Zeitung schrieb über Florian Schenkel unter dem Titel Bach und Bier“:

„(…) An der Wand hängt die Pappe eines halben Umzugskartons. Darauf schreibt der Hörspielautor Florian Schenkel Begriffe: „Opera Seria und Opera Buffa“ oder „Dramma per Musica“. Später fügt er noch aus dem Kopf die Uraufführungsdaten und -orte sowie die korrekten Köchelverzeichnis-Nummern von Mozarts „Idomeneo“, dem „Don Giovanni“ und dem „Figaro“ hinzu. Das ist schon faszinierend, denn Schenkel hält dort einen einerseits recht frei assoziierten Vortrag über klassische Musik und insbesondere Mozart. Zum anderen hat er dabei jedoch schon zwei Flaschen Bier getrunken und hat weder ein Skript noch sonstige Notizen in der Hand. (…) Die Klassik, die wird hier aber erst einmal weit weniger ernst genommen als üblich. Denn Florian Schenkel nähert sich der Musikgeschichte über Bach und Händel bis zu Mozart in einer betont beiläufigen Sprache, vermischt wild seine Assoziationen, zeigt Bilder und Musik und erzählt Biografisches und Musikwissenschaftliches. Die etwa 15 Zuhörer, die dem Klischee des Klassikpublikums ferner nicht sein könnten, lachen größtenteils herzlich. Doch dann entspinnt sich aus diesem Vortrag ein so hinreißend ungekünstelter Zugang zu Mozarts Leben und Werk, dass es eine reine Freude ist. Denn hier referiert jemand mit Scharfsinn und großem Wissen, jedoch ohne jegliche Doktrin der Klassik-Szene, über Musik, die ihn zutiefst berührt hat.“

Filmplakate

ABC_PlakatPlakat für die Neuköllner Eckkneipen-Tour, Dezember 2017

 

flyer_andere_gaertenRisographie mit Buchstabensuppe: Flyer für eine Vorführung in München, April 2016